Aktuelles

…hast du gehört: unsere Leute wollen in Urlaub fahren!

Wer möchte nicht die schönste Zeit des Jahres zusammen mit seinem Vierbeiner verbringen und auch ihm den lang ersehnten Urlaub gönnen. Hierzu ist es ratsam, sich über einige Dinge Gedanken zu machen um nicht in unnötigen Stress zu geraten. Die meisten Tiere haben ein Gespür dafür, dass etwas ‚im Busche’ ist, dabei reicht manchmal schon eine außerplanmäßig abgestellte Reisetasche im Flur! Versuchen Sie Ihren Vierbeiner weitestgehend aus den hektischen Vorbereitungen herauszuhalten und gönnen sie ihm einen ruhigen Platz bis es losgeht. Ein entspannter Spaziergang vor Reisebeginn tut allen gut, schließlich hat man ja Urlaub! Sind die Koffer gepackt und gut verstaut so hofft man, dass auch nichts vergessen wurde. Haben Sie an eine Reiseapotheke gedacht?????? Wie schnell kann eine Erstversorgung notwendig sein wenn z. B. die Pfote blutet oder es vor lauter Aufregung zu Durchfall kommt. Der nächste Tierarzt ist unter Umständen nicht gleich vor Ort!!

Bei Fahrten mit dem Auto sind nicht nur für den Autofahrer die Pausen wichtig um anstehende „ dringende Bedürfnisse“ zu stillen. Ein wenig die Beine vertreten, frische Luft schnappen und eine kleine Erfrischung zu sich nehmen gehören dazu. Ist mein Haustier kein so guter ‚Beifahrer’ und ist es leicht unruhig und missmutig so besteht die Möglichkeit mit entsprechenden Medikamenten die Situation zu entspannen. Da dabei schon schnell mal was auf den Magen schlagen kann ist es ratsam die Fütterung zu verschieben oder nur kleine Zwischenmahlzeiten einzunehmen.

Ist die Reise dann endlich glücklich überstanden und man kommt am Urlaubsort an können die Ferien beginnen! Häufige Reiseziele sind unter anderem die Mittelmeerländer. Vielfach berichten Urlauber über zum Teil verheerende Zustände in Bezug auf Tierhaltung und Tierpopulationen. Sicher nimmt man diese Probleme nur am Rande wahr und bei kranken Tieren denkt man wahrscheinlich „mein Tier hat es zum Glück besser!“ Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum und wodurch diese Tiere krank geworden sind? Auch Ihr Liebling unterliegt gerade in einigen Urlaubsregionen einem erhöhten Infektionsrisiko!!!!! Bei Beachtung von einigen Vorsichtsmaßnahmen können und sollten Sie dieses Risiko möglichst gering halten, damit Sie und Ihre Vierbeiner wieder gesund die Heimreise antreten!

Gerne beraten wir Sie bei den Vorbereitungen, stellen Ihnen eine Reiseapotheke zusammen und klären Sie über Prophylaxe von Reisekrankheiten auf.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern eine erholsame Ferienzeit!

Ihr Praxisteam



Impfungen

Warum sind Impfungen wichtig?
      
Die meisten Impfungen sind gegen virale Erkrankungen gerichtet. Für die Bekämpfung von viralen Erkrankungen stehen uns z.Zt. in der Tiermedizin keine Medikamente zur Verfügung, im Gegensatz zu bakteriellen Erkrankungen, gegen die wie die Antibiotika einsetzen können. Zwar gibt es in der Humanmedizin inzwischen einige wenige Mittel z.B. gegen Grippe, aber das sind wenige Ausnahmen. Weltweit sterben nach wie vor tausende von Tieren an viralen Erkrankungen bzw. deren Folgen.
Durch den verstärkten Tiertransport und –handel innerhalb Europas und auch weltweit wird die schnelle Verbreitung von Erregern und damit die von Seuchen gefördert. Durch die vereinfachten Reisebestimmungen begleiten immer mehr Tiere ihre Besitzer in den Urlaub. Wobei man sicherlich noch mehr bedenken muß, als nur den Impfschutz von Hund und Katze. An dieser Stelle sei nur kurz auf die Parasitenprophylaxe (Zecken, Einzeller, Würmer etc.) hingewiesen.
Auch die aus südlichen und östlichen Urlaubsländern „mitgebrachten“ Tiere bergen die Gefahr der Einschleppung von Erkrankungen und Erregern, die in Deutschland - dank umfangreicher Impfprogramme - nur noch selten oder noch gar nicht vorkommen.
Das Risiko für Hund oder Katze, sich mit vermeintlich seltenen Erregern in Deutschland anzustecken, ist in den letzten Jahren gestiegen. Denn die eingeschleppten Erreger sind nicht auf den Hund/die Katze beschränkt, der/die sie mitgebracht hat.
Da uns aber keine antiviralen Medikamente für die Behandlung zur Verfügung stehen, ist die Vorbeugung - dass die Tiere gar nicht erst erkranken - und damit die IMPFUNG umso wichtiger.
 
Was passiert im Körper (Immunsystem)?
 
Das Immunsystem ist sehr komplex und arbeitet auf verschiedenen Ebenen. Hier soll nur eine stark vereinfachte Darstellung einen Einblick geben, was im Körper vor sich geht, wenn Krankheitserreger eindringen.
Da gibt es zum einen die „unspezifische Abwehr“. Das sind Zellen, die Erreger komplett „auffressen“. Sie können natürlich nur eine bestimmte Menge „auffressen“. Diese Menge ist i.d.R. klein.
Dann gibt es da noch die „spezifische Abwehr“ sog. Antikörper. Der Körper braucht allerdings eine gewisse Zeitspanne, bis er diese Antikörper gebildet hat.
Wenn ein Erreger das erste Mal mit einem ungeimpften aber gesunden Individuum Kontakt hat dauert es ca. 14 Tage (also relativ lange) bis spezifische Antikörper (in der Folge mit AK abgekürzt) in entsprechender Menge vorhanden sind, um die Erreger bekämpfen zu können. In dieser Zeit kann sich dieser Erreger fast ungehindert vermehren und v.a. Schäden verursachen. Die Folge ist, dass das Tier krank wird. Bei einigen hochakuten Erkrankungen können die Tiere (v.a. Welpen) innerhalb dieser 2 Wochen bereits sterben.
Je schneller der Körper reagiert und je weniger Erreger er bekämpfen muß, desto besser ist es für den Organismus. Was hat das Ganze jetzt mit Impfen zu tun?
 
Was passiert nun bei Impfungen?
 
Bei der Impfung werden dem Körper Erregerteile oder ganze Erreger (tod oder abgeschwächt) verabreicht. Der Körper hat nun im gesunden Zustand die Möglichkeit sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Der Organismus entwickelt die spezifischen Schutzstoffe (also Antikörper) und legt ein sog. „Gedächtnis“ an. Trifft das Individuum später auf denselben Erreger geht die AK-Produktion sehr viel schneller, da sie nicht von „null“ anfangen muß. Genau dieser Zeitgewinn ist von entscheidender Bedeutung. Das Tier wird entweder gar nicht krank oder entwickelt nur schwach ausgeprägte Symptome. Das bedeutet aber auch, dass die Impfung nicht vor der Ansteckung schützt, wohl aber vor dem Tod, schlimmen Folgen und im optimalen Fall vor der Erkrankung. Damit das „Gedächtnis“ auf dem laufenden bleibt, muß es regelmäßig neu erinnert werden (Booster), z.B. jährliche Wiederholungs-Impfungen. In welchem Abstand diese Erinnerung erfolgen muß hängt u.a. von Impfstoff und Erreger ab.
 
Grundimmunisierung
 
Ein Welpe bekommt normalerweise mit der Muttermilch entsprechende AK als Schutz für die erste Zeit mitgeliefert. Diese sog. maternalen AK schützen aber nur für wenige Wochen, so dass der Welpe durch Impfung (ab der 8. Lebenswoche die erste Impfung) zu eigener AK-Bildung angeregt werden muß. In dieser Übergangsphase [zwischen Abnahme des Schutzes durch maternale AK und Bildung eigener AK] ist der Welpe besonders gefährdet. Die schützenden maternalen AK können den Impferfolg allerdings auch gefährden, denn wenn noch viele mat. AK vorhanden sind baut der Welpe weniger gut eigene AK auf. Unter anderem deshalb erfolgt die Grundimmunisierung zweimal (in manchen Fällen auch dreimal) im Abstand von 3-4 Wochen. Nur wenn die Grundimmunisierung erfolgt ist, ist gewährleistet, dass die Tiere einen entsprechenden Impfschutz aufbauen und damit ein „Gedächtnis“ entwickeln. Die Schutzwirkung hält wie o.g. allerdings oft nur ein Jahr an. Darum ist die Einhaltung der jährlichen Impftermine so wichtig. Ebenso wichtig ist, dass das Tier zum Impfzeitpunkt gesund und entwurmt ist . Denn nur ein gesundes Tier kann einen adäquaten Impfschutz aufbauen. Daher gilt das Motto: Den Hund oder die Katze ca. eine Woche vor dem Impftermin zu entwurmen!
 
Ein gesondertes Problem stellen die Tiere dar, die keine oder nicht genügend maternale AK aufgenommen haben, wie es bei mutterloser Aufzucht (keine Mutter, geschwächte oder kranke Mutter, zu viele Welpen) oder einem AK-Mangel der Mutter (z.B. nicht geimpfte Muttertiere) der Fall ist. Hier haben wir eine große Zeitspanne bis zur Impfung zu überbrücken in der die Welpen besonders gefährdet für Infektionen sind. In diesen Fällen sollte eine sog. passive Immunisierung erfolgen. Was ist nun eine passive Immunisierung. Den Welpen, die keine AK von der Mutter bekommen haben, werden i.d.R. erregerunspezifische AK zugeführt. Diese AK bieten nur eine kurze Zeit (ca. 2-3 Wochen) Schutz vor Infektionskrankheiten.
 
Was ist im Ausland / im Urlaub zu beachten?
 
Seit Oktober 2004 gibt es eine neue Verordnung. Die Einreisebestimmungen für europ. Länder haben sich zwar vereinfacht, aber es gelten auch einige neue Bestimmungen.
Hunde, Katzen und Frettchen müssen eine Kennzeichnung haben, d.h. entweder ein Mikrochip oder eine lesbare Tätowierung (als Übergangsbestimmung bis 2011). Zusätzlich zur gültigen Tollwutimpfung muß der neu eingeführte EU-Heimtierpass mitgeführt werden. An vielen Grenzen wird zwar nicht mehr kontrolliert, aber dafür im Land selbst! An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass auch Dänemark, Holland, Frankreich, Österreich etc. Ausland im Sinne der Verordnung ist.

Wogegen impfen wir bzw. wogegen kann /sollte man impfen?

Hunde: Staupe, (jährlich)
Hepatitis,
Parvovirose,
Leptospirose,
Zwingerhusten,
Tollwut
(Gegen Borelliose wird in unsere Praxis nur nach vorheriger eingehender Beratung ggf. Blutprobe und / oder Hautstanze geimpft)

 

Katzen: Katzenschnupfen-Komplex (jährlich)
Katzenseuche
Tollwut
Leukose (i.d.R. nach vorheriger Blutuntersuchung)
(Gegen FIP wird in unserer Praxis nur nach vorheriger eingehender Beratung geimpft)
Kaninchen: Myxomatose (halbjährlich)
Chinaseuche (RHD) (jährlich)


 

Lässt die Impfmoral weiter nach, werden wir seltene Erkrankungen immer häufiger sehen.
 
Für weitere Informationen, z.B. wann und wie oft geimpft wird und welche Auswirkungen die einzelnen Erkrankungen haben, sowie bei allgemeinen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wenn Sie in nächster Zeit planen, sich ein Tier anzuschaffen, beraten wir Sie natürlich auch gerne im vorwege schon über Impfungen, Entwurmungen, Zeckenprophylaxe und was es sonst noch so zu beachten gibt, wenn der neue Mitbewohner kommt.

 


Beginn der Zeckensaison

Von allen freudig erwartet naht der Frühling. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen stetig an und………….die Zecken sind wieder auf dem Vormarsch!
Wird im Allgemeinen die Saison beschränkt auf März bis Juni und September bis Oktober kann zunehmend ein vorzeitiges Auftreten der Parasiten beobachtet werden, da unsere Winter nicht mehr mit langen Frostperioden aufwarten können.

Zu den häufigsten Vertretern der Zecken zählt der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Aus Südeuropa als Reisesouvenir importiert fühlt sich, im Gegensatz zum heimischen Vertreter, die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) besonders wohl in Räumen mit konstanten Temperaturen.

Durch den Zeckenbiß kommt es mit dem Speichel zur Übertragung von spezifischen Krankheitserregern auf das betroffene Wirtstier, hierzu zählen besonders die
Borreliose (Lyme Disease)
Oftmals problematisch in der Diagnosestellung, da vielfach unspezifische Symptome wie gestörtes Allgemeinbefinden, Anorexie, Fieber, Gelenksentzündungen und wechselnde Lahmheiten auftreten. Der Krankheitsverlauf entwickelt sich oft erst nach Monaten, so daß ein direkter Zusammenhang zwischen Zeckenbiß und auftretenden Symptomen leicht zu übersehen ist. Für den Tierarzt ist es daher sehr wichtig vom Besitzer entsprechende Informationen über den Zeckenbefall seines Hundes zu erhalten.

FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) Diese Erkrankung tritt meist im Süden Deutschlands auf und ist in der Humanmedizin von größerer Bedeutung als bei unseren Hunden. Dennoch sind Einzelfälle bekannt, in denen es zu schwerwiegenden neurologischen Symptomen kommen kann.

Babesiose / Ehrlichiose / Hepatozoonose


Der Überträger dieser Erkrankungen ist ausschließlich die braune Hundezecke und so kommt es zunehmend häufiger vor, daß nach einem schönen Sommerurlaub im Ausland der Besitzer mit einem kranken Hund in der Praxis vorstellig wird. Daher informieren Sie uns bitte immer rechtzeitig über entsprechende Auslandsaufenthalte mit Ihrem Vierbeiner!!

Was können Sie tun?

Das Ziel zum Schutz vor Zecken sollte eine entsprechende Zeckenprophylaxe sein! Haben sich Zecken an Ihrem Hund festgebissen sollte man diese möglichst ‚streßfrei’ entfernen, d.h. eine Betäubung mit diversen ‚Hilfsstoffen’ muß tunlichst vermeiden werden, da es sonst zu einer Übertragung von Krankheitserregern kommen kann. Noch wirkungsvoller kann man seinen Hund schützen, indem man zeckentötende (akarizide) und zeckenabwehrende (repellente) Substanzen anwendet. Mehrere Formulierungen stehen hierfür in Form von Halsbändern, Shampoos und als spot-on Präparate zur Verfügung.

Wie Sie die Gefahr von Infektionen minimieren können, mit welchen Präparaten Sie Ihr Tier schützen können, wie sich die Symptome für die jeweiligen Erkrankungen darstellen und für alle Fragen rund um diese Thema stehen wir Ihnen jederzeit zur vollsten Verfügung.

Fragen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch danach!


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